Leistung

Kinder an schulische Leistungsanforderungen und den produktiven Umgang mit der eigenen Leistungsfähigkeit heranzuführen, ist für uns eine wesentliche Aufgabe. Unsere Kinder sollen im Laufe der vier Grundschuljahre sach-, selbst- und sozialkompetent werden und die Ziele der Grundschule erreichen.

Ziele, die im Laufe der Grundschulzeit erreicht werden müssen, sind in den Richtlinien und Lehrplänen für NRW klar formuliert und dienen uns als Grundlage. Hier werden die prozess- und inhaltsbezogenen Kompetenzen in den einzelnen Fächern am Ende der Schuleingangsphase und am Ende Klasse 4 konkret genannt.

Leistungsanforderung verbinden wir mit individueller Förderung. Dies bedeutet für unseren Unterricht, Leistungen nicht nur zu fordern, sondern sie vor allem auch zu ermöglichen und zu fördern. Für uns ist es selbstverständlich, den individuellen Leistungsstand eines Kindes zu ermitteln, damit das jeweilige Kind in seiner individuellen Lernentwicklung gefördert und gefordert werden kann. Unser Unterricht geht also stets von den individuellen Voraussetzungen der Kinder aus und leitet sie dazu an, ihre Leistungsfähigkeit zu erproben und weiter zu entwickeln.

Schon bei der Schulanmeldung werden Kinder auf ihre Schulfähigkeit hin untersucht. Aufgaben z.B. zur phonologischen Bewusstheit und zur Pränumerik zeigen eventuelle Startschwierigkeiten für den Schriftspracherwerb und das erfolgreiche Lernen im Mathematikunterricht. Diese werden mit Eltern und den Erzieherinnen gegebenenfalls besprochen und gezielte Übungen werden angeboten.

Immer wieder werden Kinder in Deutsch und Mathematik mit Hilfe von verschiedenen Diagnoseverfahren auf ihren individuellen Leistungsstand hin getestet. Das wichtigste Diagnoseverfahren ist jedoch die Beobachtung des Lehrers aufgrund der täglichen Arbeit mit den Kindern, die wir in Beobachtungsbögen festhalten. Hier werden jeweils die Kompetenzen festgehalten, die für die jeweilige Unterrichtseinheit relevant sind. Immer im Blickpunkt stehen hierbei auch die prozessbezogenen Kompetenzen.
Unsere Beurteilungen / Einschätzungen ( Diagnosen ) werden, wie oben beschrieben, durch zusätzliche Diagnoseverfahren unterstützt.

Immer wieder wird in Deutsch und Mathematik der Leistungsstand jedes Schülers überprüft. Für alle Schüler / Schülergruppen wird ein Förderplan geschrieben, der Aufschluss über den individuellen Leistungsstand gibt, das Förderziel beschreibt und Fördermaßnahmen aufzeigt. Den Kindern wird dies transparent gemacht und sie arbeiten dann individuell an den für sie ausgesuchten Aufgabenformaten, die in jeder Klasse geordnet nach den Unterrichteinheiten in Schubladen vorhanden sind. Zudem erhalten sie differenzierte Hausaufgaben. Wird verstärkt Förderung benötigt, werden die Eltern rechtzeitig informiert, der jeweilige Förderbedarf ihres Kindes besprochen und weiteres Fördermaterial auch für die häusliche Förderung an die Eltern ausgehändigt.

Der individuelle Lernprozess wird in die für die einzelnen Schüler zusammengestellten Schülermappen festgehalten.

Unsere Leistungsbewertung ist sowohl prozess- als auch produktorientiert. Als Leistung werden demnach nicht nur die Ergebnisse des Lernprozesses zu einem bestimmten Zeitpunkt im Vergleich zu den inhaltlichen und prozessorientierten Kompetenzerwartungen gewertet, sondern auch der Weg, die Anstrengungen und Lernfortschritte, die zu den Ergebnissen geführt haben.
Im 3. und 4. Schuljahr nimmt das anforderungsbezogene Lernen in Bezug auf die Kompetenzerwartungen einen höheren Stellenwert ein und stellt den entscheidenden Maßstab für die Empfehlungen unserer Schule beim Übergang in die weiterführenden Schulen dar.

Alle vom Schüler erbrachten Leistungen fließen in die Leistungsbewertung ein. Dazu gehören schriftliche Arbeiten, mündliche wie praktische Beiträge sowie gelegentliche kurze schriftliche Übungen. Ebenso werden vorbereitende und ergänzende Leistungen berücksichtigt, die das Unterrichtsgeschehen bereichern.

In den 3. und 4. Schuljahren werden schriftliche Klassenarbeiten in Deutsch und Mathematik geschrieben, die nach Grundanforderungen und erweiterten Anforderungen differenziert aufbereitet werden.

Unsere Zeugnisse beinhalten mit Zustimmung in der Schulkonferenz in den einzelnen Klassenstufen folgende Punkte:

Ende Klasse 1 Arbeits- und Sozialverhalten: Bericht Fächer: Bericht
Ende Klasse 2 (Versetzung) Arbeits- und Sozialverhalten: Bericht Fächer: Bericht
1. Halbj.
Klasse 3
Arbeits- und Sozialverhalten: Bericht Fächer: Bericht und Noten
2. Halbj.
Klasse 3
(Versetzung)
Arbeits-  und Sozialverhalten: Bericht Fächer: Bericht und Noten
1. Halbj.
Klasse 4
Arbeits- und Sozialverhalten: Bericht
Begründete Empfehlung für weiterführende Schulen:
Bericht
Fächer: Noten
2. Halbj.
Klasse 4
 – Fächer: Noten

Zum Versetzungszeugnis Ende Klasse 2:
Aus pädagogischen Gründen werden während des Schuljahres die Teilbereiche nicht benotet.
Über Notentendenzen können sich nach Ostern die Eltern bei der jeweiligen Lehrerin erkundigen.